Mittwoch, 1. September 2010

freud und leid


.
viel zeit hab ich in den letzten wochen und monaten damit verbracht, alles vorhandene zu durchstöbern, altes auszumisten, wegzuschenken, zu entsorgen. ist im grunde ja nicht zu fassen, was man im lauf von jahren alles so hortet. in einer zeitung von oktober 2008, die mir dabei auch untergekommen ist, hab ich diese meldung wiedergelesen, die mich jetzt - nach dem schrecklichen erdbeben vor ein paar monaten und den aktuellen meldungen über den weltweiten getreideerntenotstand, noch um einiges mehr betroffen gemacht hat. da fragt man sich wirklich: in welcher welt leben wir eigentlich ? oder kann sich einer von uns vorstellen, sowas seinen kindern vorzusetzen?
.
*Im letzten Jahr (gemeint war 2007) haben sich die Getreidepreise weltweit um 40 Prozent verteuert. Das trifft die Hungernden der Welt besonders hart. Die Armen in Haiti haben ein ganz spezielles Rezept ihren Hunger zu stillen. Sie essen getrocknete *Kekse* aus Lehm, vermischt mit Margarine, Salz und Wasser. Sie essen im wahrsten Sinne des Wortes Dreck.*
.
in haiti gab es neben der üblichen hungersnot, die auch mit den politischen zuständen, aber auch mit unwetterkatastrophen zu tun hat, damals schwere überschwemmungen, im januar dieses jahres auch noch ein folgenschweres erdbeben. george clooney wurde erst dieser tage für sein engagement für diese hilfsaktion für die armen menschen dort, die er in hollywood ins leben gerufen hat, (zu recht) ausgezeichnet. man fragt sich nur: was tun politiker eigentlich?

.



trotzdem freut man sich an den kleinen dingen des lebens. den ersten herbstlichen fundstücken am weg. den bunten asternstrauss, den mir meine liebste gartenfreundin gestern in den arm gedrückt hat, weil sie weiss, dass das meine lieblingsblumen sind. immer noch würde sie am liebsten die ganze welt in ein blumenmeer verwandeln. sie tut ihr bestes, hat aber eingesehen, dass damit in diesem leben wohl nix mehr wird werden können :)

Kommentare:

  1. Liebe Rena

    ich mag dich einfach...du bist so ein herzlicher Mensch und mit wenig zu frieden. Strickst spezielle dinge und ganz tolle Fotos zeigst du uns.
    Ich und jakob sind Fan von dir. Toll das wir dich ihr im weiten Netz Meer gefunden haben.

    Wenn man bedenkt jeder könnte essen... jeder hätte ein Brot auf der ganzen Welt...und noch schlimmer wir schiffen das Essen über die Meere aber selbst könnten wir uns reichlich ernähren... und Saison wissen wir nicht mehr wann die Ernte von einer Tomate ist...traurig.
    Aber manchmal darf man nicht zu fest darüber nachdenken... sonst wird man krank.
    Wir schenken dir Sonne von der Schweiz, genau von Zug
    es grüsschen Hanna

    AntwortenLöschen
  2. ja, die kleinen überraschenden dinge erfreuen oft mehr, als große wünsche.
    liebe grüße in die grüne mark
    ingrid

    AntwortenLöschen
  3. Was du da geschrieben hast, gibt einem wirklich zu denken... einmal mehr Anlass, dankbar für alles zu sein, was man hat, nicht wahr? Ich wünsche dir noch einen entspannten Herbstnachmittag mit einer reichen Ernte an Gedanken, Ideen und Träumen! AL, Ute

    AntwortenLöschen