Sonntag, 19. Dezember 2010

advent der heimatlosen


ich bin wie ein kind, das nicht mehr weinen darf,
führ mich in das land, wo die gutmütigen menschen leben.
führ mich durch die nacht, umhülle mich mit einem zauber,
ich möchte so gern wesen begegnen, die anders sind.

ich trage tief in mir eine uralte hoffnung
wie diese schwarzen greise, fürsten einst in ihrem land,
die ungerührt die metro kehren;
sie sind einsam wie ich, und wie ich lächeln sie.

michel houellebecq

suche nach glück


Kommentare:

  1. Nachdenkliche, aber schöne Zeilen ...

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  2. Seine Gedichte sind immer wieder aufs Neue berührend und nah am Puls der Zeit. Advent ist ein guter Anlass, um an sie zu erinnern ...

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